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GEO Score 0–100 erklärt und in 7 Tagen verbessern

GEO Score 0–100 erklärt und in 7 Tagen verbessern

Der GEO Score ist eine Zahl von 0 bis 100, mit der der kostenlose Check von geo-tool.com bewertet, ob eine einzelne Seite für KI-Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews erreichbar, lesbar und zitierfähig aufgebaut ist. Er setzt sich aus sechs Kategorien zusammen: Direkte Antworten (25 Punkte), Struktur (20), Schema Markup (15), Zitate (15), Multimedia (5) und Plattformen (20). Ab 90 Punkten gilt eine Seite als „Exzellent“, ab 75 als „Gut“, ab 55 als „Befriedigend“, und weil fast alle Prüfpunkte am HTML hängen, lassen sich die meisten Befunde innerhalb einer Woche beheben.

Wichtig vorab: Der GEO Score misst Voraussetzungen, keine Nennungen. Ob eine KI Ihre Marke tatsächlich erwähnt, zeigt nur eine Messung mit echten Abfragen; wie wir dabei vorgehen, steht in unserer Methodik. Alle Angaben unten beschreiben die Berechnung im Check mit Stand 28.09.2026.

Was der GEO Score misst und was nicht

GEO steht für Generative Engine Optimization. Den Begriff hat das Forschungspaper „GEO: Generative Engine Optimization“ (Aggarwal et al., 2023) geprägt. „GEO Score“ ist dagegen kein Standard: Mehrere Anbieter nutzen den Namen für eigene Berechnungen. Dieser Artikel beschreibt ausschließlich den Score von geo-tool.com, so wie er im Code definiert ist.

Der Check ruft eine URL ab und wertet drei Dinge aus: das ausgelieferte HTML der Seite, die robots.txt der Domain und die Frage, ob dort eine llms.txt liegt. Daraus entstehen bis zu 24 Einzelbefunde.

  • Gemessen wird: Erreichbarkeit, Indexierbarkeit, Zugang für KI-Crawler, Antwort im ersten Absatz, Gliederung, strukturierte Daten, Belege, Aktualitätssignal, Bilder mit Alt-Text und technische Grundlagen wie HTTPS, Title und Antwortzeit.
  • Nicht gemessen wird: Google-Rankings, Backlinks, Domain-Autorität, Nutzersignale wie Verweildauer und die Frage, ob ChatGPT oder Perplexity Ihre Seite tatsächlich zitieren.
  • Kein Domain-Score: Der Wert gilt für genau eine URL. Nur robots.txt und llms.txt sind Domain-Befunde.
  • Keine Seite, kein Score: Ist die Seite nicht erreichbar, gibt der Check keinen Wert aus, statt eine Zahl zu schätzen.

Der Score prüft Form, nicht Wahrheit. Der Befund „Belege & Daten“ zählt zum Beispiel externe Links und Zahlen mit Prozent-, Euro- oder Dollarzeichen; ob die Quelle seriös ist oder die Zahl stimmt, kann er nicht beurteilen. Das ist eine bewusste Grenze einer automatischen Prüfung, kein Fehler.

So wird der GEO Score berechnet

Jeder Befund hat ein Gewicht und einen von drei Zuständen. „Erfüllt“ bringt das volle Gewicht, „teilweise erfüllt“ 35 Prozent davon, „nicht erfüllt“ null. Innerhalb jeder Kategorie wird das erreichte Gewicht durch das mögliche Gewicht geteilt und mit den Maximalpunkten der Kategorie multipliziert, dann gerundet. Die Summe der sechs Kategorien ist der GEO Score.

KategorieMax. PunktePrüfpunkte (Gewicht innerhalb der Kategorie)
Direkte Antworten25Antwort im ersten Absatz (18), FAQ-Bereich (10)
Struktur20H2-Gliederung (12), genau eine H1 (8), Listen (8), Tabelle (8), Inhaltstiefe (8)
Schema Markup15Gültiges JSON-LD (12), Content-Schema wie FAQPage, Article oder HowTo (12)
Zitate15Belege & Daten (12), Aktualitätssignal (6)
Multimedia5Bilder mit Alt-Text (6)
Plattformen20Seite erreichbar (15), indexierbar (15), KI-Crawler erlaubt (12), Inhalt ohne JavaScript lesbar (12), Title-Tag (10), lesbarer Inhalt (10), HTTPS (8), Antwortzeit (8), Canonical (6), Meta-Description (6), llms.txt (4), Mobile Viewport (4)

Ein Rechenbeispiel für die Kategorie Direkte Antworten: Der erste Absatz beantwortet die Frage (18 von 18), ein FAQ-Bereich fehlt (35 Prozent von 10 = 3,5). Das ergibt 21,5 von 28 möglichen Gewichtspunkten, also 21,5 ÷ 28 × 25 = 19,2, gerundet 19 von 25 Punkten. Ein einziger fehlender FAQ-Bereich kostet hier also 6 Punkte im Gesamtscore.

Daraus folgt die wichtigste Regel für die Priorisierung: Ein Befund zählt umso mehr, je weniger Prüfpunkte seine Kategorie hat. In „Plattformen“ teilen sich zwölf Prüfpunkte 20 Punkte, in „Direkte Antworten“ nur zwei Prüfpunkte 25 Punkte.

Die Bewertungsstufen

ScoreBewertung im Check
90–100Exzellent
75–89Gut
55–74Befriedigend
0–54Mangelhaft

Die Schwellen wurden im August 2026 an realen Seiten neu kalibriert. Vorher begann „Exzellent“ bei 80, und damit bekamen sehr unterschiedliche Seiten dasselbe Prädikat. Eine Bewertung, die fast jede gepflegte Seite erreicht, hilft bei der Priorisierung nicht.

Die Schwellen im Detail: woran ein Befund hängt

Die folgenden Grenzwerte stehen so im Check. Wer sie kennt, muss nicht raten, warum ein Punkt fehlt.

PrüfpunktErfülltTeilweise erfülltNicht erfüllt
Antwort im ersten Absatzerster Absatz mit mindestens 15 Wörtern (außerhalb von Navigation, Header, Footer) hat 25+ Wörter oder beginnt als Antwort („Ja“, „Nein“, „Kurz gesagt“) oder Definition („X ist …“)Absatz vorhanden, aber zu knappkein solcher Absatz
FAQ-BereichH2 bis H4 mit „FAQ“, „Häufig“ oder „Fragen“fehlt–
H1 / H2genau eine H1; 2 bis 12 H2mehrere H1; eine oder mehr als 12 H2keine H1; keine H2
Inhaltstiefeab 600 Wörtern250 bis 599unter 250
Listen / Tabellevorhandenfehlt–
Content-SchemaFAQPage, Article, HowTo, Product, Review oder Breadcrumbnur anderes JSON-LDkein gültiges JSON-LD
Belege & Daten2+ externe Links oder 3+ Zahlen mit %, € oder $weniger davonnichts davon
AktualitätdateModified, datePublished oder time-Tagfehlt–
Bilder mit Alt-Textmindestens die Hälfte der Bilderweniger oder keine Bilder–
KI-Crawler erlaubtrobots.txt sperrt keinen der Crawler GPTBot, OAI-SearchBot, ClaudeBot, PerplexityBot, Google-Extended komplett–mindestens einer mit „Disallow: /“ gesperrt
Indexierbar / HTTPSkein noindex; HTTPS–noindex im robots-Meta; kein HTTPS
Antwortzeitbis 1.500 msbis 4.000 msdarüber
Title / Meta-Description10 bis 75 Zeichen; ab 50 Zeichenaußerhalb dieser Spannefehlt
Ohne JavaScript lesbarInhalt steht im ausgelieferten HTMLerst nach Rendern, roh 50 bis 149 Wörterroh unter 50 Wörter
Canonical, Viewport, llms.txtvorhandenfehlt–

Der 7-Tage-Plan: jeder Tag behebt konkrete Befunde

Der Plan ist nach Punktwirkung sortiert und für eine wichtige Seite gedacht. Jeder Schritt nennt den Befund, den er verbessert.

  1. Tag 1, Ausgangswert: Prüfen Sie die Seite mit dem kostenlosen GEO Check. Notieren Sie Gesamtscore und Punkte je Kategorie. Markieren Sie alle Befunde, die nicht erfüllt sind, und beginnen Sie mit denen in Kategorien mit wenigen Prüfpunkten.
  2. Tag 2, Zugang (Plattformen): Prüfen Sie, ob die robots.txt KI-Crawler aussperrt, zum Beispiel mit curl -s https://www.ihre-domain.de/robots.txt | grep -i -A3 -E "user-agent: (\*|gptbot|oai-searchbot|claudebot|perplexitybot|google-extended)". Welche Namen die Anbieter verwenden, dokumentiert etwa OpenAI für GPTBot und OAI-SearchBot. Entfernen Sie ein versehentliches noindex, erzwingen Sie HTTPS und fragen Sie beim Hosting nach, ob ein Bot-Schutz Crawler blockiert. Schneller geht die Crawler-Prüfung mit dem KI-Crawler-Check.
  3. Tag 3, Antwort nach vorn (Direkte Antworten): Schreiben Sie den ersten Absatz so, dass er die Kernfrage der Seite in zwei bis drei Sätzen beantwortet. Beispiel für eine Leistungsseite: „Eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus planen wir in drei Schritten: Heizlastberechnung, Förderantrag, Installation.“ Das ist zugleich der größte Einzelposten im Score.
  4. Tag 4, Gliederung (Struktur): Genau eine H1, zwei bis zwölf H2, mindestens eine Liste. Wo Leser Optionen, Preise oder Varianten vergleichen, gehört eine Tabelle hin. Unter 600 Wörtern lohnt Ergänzung nur, wenn das Thema sie trägt; Füllsätze helfen niemandem.
  5. Tag 5, strukturierte Daten (Schema Markup, Zitate): Ergänzen Sie gültiges JSON-LD mit einem Content-Typ wie Article oder FAQPage und setzen Sie dateModified. Eine gute Einführung bietet Googles Dokumentation zu strukturierten Daten. Ungültiges JSON zählt im Check nicht als Schema, also nach jeder Änderung validieren.
  6. Tag 6, Belege und FAQ (Zitate, Direkte Antworten, Multimedia): Verlinken Sie zwei bis drei seriöse Quellen für Ihre wichtigsten Aussagen. Fügen Sie einen FAQ-Bereich mit echten Kundenfragen und klarer Überschrift an. Ergänzen Sie Alt-Texte, die beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. Eine llms.txt ist optional und bringt wenig Gewicht.
  7. Tag 7, Feinschliff und Neuprüfung: Title zwischen 10 und 75 Zeichen, Meta-Description ab 50 Zeichen, Canonical und Viewport prüfen. Dann den Check erneut starten und die Kategorien mit Tag 1 vergleichen. Liefert ein CDN noch die alte Version aus, zuerst den Cache leeren.

Eine ausführlichere Liste technischer Grundlagen finden Sie in unserem Beitrag zu 16 Foundational Checks für AEO und GEO Score.

Grenzen: wann ein hoher Score wenig bedeutet

Ein GEO Score von 90 heißt: An dieser Seite scheitert eine KI-Suche nicht an Technik oder Aufbau. Er heißt nicht, dass die Seite zitiert wird. Ob ein System Ihre Seite auswählt, hängt auch davon ab, ob Ihr Inhalt die Frage besser beantwortet als andere Quellen und ob Ihre Marke an anderer Stelle im Netz erwähnt wird.

  • Formprüfung statt Qualitätsurteil: Drei Prozentzahlen erfüllen den Belege-Befund, auch wenn sie nichts belegen. Wer den Score so optimiert, gewinnt Punkte und verliert Glaubwürdigkeit.
  • Eine URL ist eine Stichprobe: Startseite, Leistungsseiten und Ratgeber sind unterschiedlich gebaut. Prüfen Sie die Seiten, die Kundenfragen beantworten sollen.
  • Der nächste Schritt ist inhaltlich: Welche Fragen Ihre Kunden in KI-Systemen stellen, welche Quellen dort genannt werden und was Ihrer Seite inhaltlich fehlt, klärt ein GEO-Audit.

Häufig gestellte Fragen zum GEO Score

Was ist ein guter GEO Score?

Im kostenlosen Check von geo-tool.com gilt eine Seite ab 75 Punkten als „Gut“ und ab 90 Punkten als „Exzellent“. 55 bis 74 Punkte heißen „Befriedigend“, darunter „Mangelhaft“. Andere Anbieter verwenden den Begriff GEO Score für eigene Berechnungen, deren Werte sich nicht direkt vergleichen lassen.

Wie wird der GEO Score berechnet?

Der Check prüft eine URL auf bis zu 24 Einzelbefunde, etwa Antwort im ersten Absatz, H2-Gliederung, JSON-LD, Belege, Erreichbarkeit und KI-Crawler-Zugang. Jeder Befund hat ein Gewicht. Erfüllt zählt voll, teilweise erfüllt zählt 35 Prozent, nicht erfüllt zählt null. Daraus entstehen Punkte in sechs Kategorien mit zusammen 100 Punkten: Direkte Antworten 25, Struktur 20, Schema Markup 15, Zitate 15, Multimedia 5 und Plattformen 20.

Kann ich den GEO Score wirklich in 7 Tagen verbessern?

Ja, soweit es um die geprüften Befunde geht. Sie hängen fast alle am HTML der Seite, an der robots.txt und an der Serverkonfiguration. Wer die Änderungen live stellt, sieht sie beim nächsten Check sofort im Score. Ob KI-Systeme die Seite danach häufiger nennen, zeigt der Score nicht; das braucht eine Messung mit echten Abfragen über Wochen.

Ist der GEO Score ein Google-Ranking oder eine Messung von KI-Nennungen?

Nein. Der GEO Score bewertet Voraussetzungen: ob KI-Crawler die Seite abrufen dürfen und ob der Inhalt so aufgebaut ist, dass er sich zitieren lässt. Rankings, Backlinks, Nutzersignale und tatsächliche Nennungen in ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews fließen nicht ein.

Gibt es einen GEO Score für die ganze Domain?

Nein. Der Score gilt immer für genau eine URL. Nur zwei Prüfpunkte betreffen die Domain: die robots.txt und das Vorhandensein einer llms.txt. Prüfen Sie deshalb Ihre wichtigsten Seiten einzeln, statt von der Startseite auf die ganze Website zu schließen.

Warum bekommt meine Seite gar keinen Score?

Wenn die Seite weder direkt noch über den Render-Abruf erreichbar ist, etwa wegen Timeout, Fehlerstatus oder striktem Bot-Schutz, erstellt der Check keinen Score. Eine Seite ohne Antwort kann auch kein KI-System lesen oder zitieren.

Was heißt GEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization, also die Optimierung von Inhalten für KI-generierte Antworten. Der Begriff geht auf das Paper „GEO: Generative Engine Optimization“ von Aggarwal und Kollegen aus dem Jahr 2023 zurück. Mit Geodaten oder lokalem Marketing hat er in diesem Zusammenhang nichts zu tun.

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Über den Autor

Gorden WübbeG

AI Search Evangelist | Gründer von geo-tool.com | Mitgründer famefact

Gorden Wübbe misst, ob KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google AI Mode ein Unternehmen empfehlen, und zeigt, wie es auf diese Shortlist kommt. Als OpenAI die GPTs geöffnet hat, baute er als Erstes ein GEO-Tool und sicherte sich die Domain geo-tool.com. Daraus ist eines der ersten GEO-Tools im deutschsprachigen Raum entstanden.

Als Mitgründer der Berliner Agentur famefact baut er seit 2011 Marketing-Tools. Neue GEO-Hypothesen testet er zuerst auf einem eigenen Portfolio von über 200 Domains, bevor sie in Kundenprojekte gehen. Seine Überzeugung: Rankings sind kein Ziel mehr. Entscheidend ist, ob die KI ein Unternehmen nennt, wenn der Einkäufer fragt.

Ehemann. Vater von drei Kindern. Slowmad.

GEO Quick-Tipps
  • Strukturierte Daten für AI-Crawler
  • Klare Fakten & Statistiken einbauen
  • Zitierbare Snippets formulieren
  • FAQ-Sektionen integrieren
  • Expertise & Autorität zeigen